Dienstag, 14. April 2009

28.03 --> Washington D.C.

Ok, meine sehr verehrten Damen und Herren, weiter geht's. Ich bin also am Freitag Abend um kurz vor 8 nach Washington D.C. gestartet, wo ich dann von Katha in Empfang genommen wurde. Hach, das war irgendwie voll cool nach 8 Monaten mal wieder jemanden aus meinem "alten" Leben zu sehen. Über die Tage haben wir uns dann natürlich fleißig darüber ausgetauscht wer aus unserer Stufe im Moment was macht und solche Sachen. ^^ War sehr cool! Wir haben sogar unserem Englisch LK Lehrer ne Karte geschrieben. Nett, ne? (Katha, hast du die eigentlich schon abgeschickt? :D )


Naja, aber alles der Reihe nach. Am Samstag Morgen gegen halb 11 haben wir uns in Richtung D.C. aufgemacht (Katha wohnt in einem Vorort in Virgina). Ihre Familie konnte ich leider noch nicht kennenlernen, weil die gerade alle weg waren. Wir sind mit dem Auto zur Metro und dann mit der Metro in die Stadt. Erster Halt war das Pentagon. Das hab ich mir irgendwie...anders vorgestellt. Nicht so unscheinbar. Aber naja. Dort haben wir uns das noch relativ neue Pentagon Memorial zur Erinnerung an den 11. September angeguckt. Total cool irgendwie...die haben sich da richtig viele Gedanken zu gemacht. Das Denkmal befindet sich direkt vor der Stelle am Pentagon, in die damals das Flugzeug reingeflogen ist. Man kann sogar sehen wo das war, denn die Steine haben dort eine leicht andere Färbung. Auf dem Bild erkennt man das leider nicht. Also wie gesagt, das Denkmal fand ich richtig gut...ich könnte jetzt versuchen zu erklären wie genau das alles aufgebaut ist und aus welchen Gründen und so, aber ich glaube das versteht man nicht, wenn man nicht direkt davor steht. Die ganzen Infos hab ich natürlich immer von Katha bekommen. Ist schon cool, so ein persönlicher Reiseleiter. :)

Wie ihr seht hat das Wetter (mal wieder) nicht so richtig mitgespielt. Ich scheine da echt ein Talent für zu haben mir genau die Tage zum Reisen auszusuchen, die verregnet und ungemütlich sind. ^^ Najaa...eigentlich wars diesmal auch gar nicht soo schlimm. Ein bisschen Nieselregen und Wolken. Nichts gegen San Fransisco im Januar. :D Da das Pentagon etwas außerhalb der eigentlichen Innenstadt ist, mussten wir nochmal zurück in die Metro, die uns in der Nähe des Kapitols abgesetzt hat. Das war dann logischerweise unser nächster Stop.

Von da aus haben wir unsere ziemlich lange Sightseeingtour gestartet. Das weiße Haus stand als nächstes auf der Tagesordnung. Die Nordseite des weißen Hauses, um genau zu sein. Gegenüber vom White House haben wir ein paar sehr schön blühende Bäume gesehen. Wir nehmen an, dass es Kirschbäume waren. Keine normalen Kirschbäume, dafür waren die Blüten zu groß, aber vielleicht asiatische. Washington DC ist ja berühmt für seine vielen Kirschbäume und man hat mir auch vorher mehrfach geraten auf jeden Fall zur Zeit der Kirschblüte dorthin zu fahren. Ich bin genau am Wochenende der Eröffnung des Cherryblossom Festivals da gewesen. Hätte die Sonne geschienen, hätte es mit Sicherheit richtig toll ausgesehen. So hat man teilweise kaum wahrgenommen, dass die Bäume rosa waren. ^^


Ich vorm weißen Haus :)
Dann sind wa einmal ums Haus rumgelaufen und haben uns die Südseite angesehen. Das ist meistens die, die im Fernsehen gezeigt wird. In echt sieht das Haus übrigens viel kleiner aus, als man sich das so vorstellt, wenn man das im Fernsehen sieht.

Nach einer klitzekleinen Pause mit Postkarten und T-Shirts kaufen gings dann weiter zum 2nd World War Memorial. Auch noch ziemlich neu und auch sehr schön gemacht. Jeder einzelne Staat hat eine eigene Säule bekommen und das ganze ist in zwei Halbkreisen aufgebaut mit einem Springbrunnen in der Mitte. Hübsch.


Der Blick aufs Washington Monument

Sorry, das musste sein. ^^
Es ist da ja so, dass alle wichtigen Monumente und Denkmäler auf einer Linie liegen. In der Mitte steht das Washington Monument und am einen Ende steht das Kapitol, während am anderen Ende das Lincoln Memorial steht. Man kann, wenn man auf dem Lincoln Memorial steht (bei guter Sicht, weil es sind fast 3 Meilen) bis zum Kapitol sehen, weil dazwischen nichts ist, außer der berühmte "Reflecting Pool", Denkmäler und halt das Washington Monument.

Vorm Reflecting Pool
Lincoln Memorial

Blick vom Lincoln Memorial aus...man kann leider das Kapitol nicht sehen. Das Washington Monument aber schon :)

Da haben wir ihn. Den Mr Abraham Lincoln
Von dort aus gings an der anderen Seite des Reflecting Pools wieder zurück. Unterwegs kamen wir dann noch am Korea-Krieg Denkmal vorbei. Das ist anders, als alle bisher gesehenen, da es aus Figuren besteht, denen die Angst quasi ins Gesicht gemeißelt ist...das berührt einen mehr als nur so hübsche Säulen oder so.
Die Amis habens echt drauf sich selbst zu vergöttern. ^^ In Deutschland gibts Denkmäler, um an die grausamen Folgen des Holocaust zu erinnern und in Amerika gibts Denkmäler an jeder Ecke, die einem vermitteln wollen wie unglaublich super und absoult selbstlos die Amerikaner sind...naja. Amerika und sein Patriotismus. Ein Thema für sich.
Vom Korean War Memorial gings zum Jefferson Memorial. Da das aber ziemlich weit abvom Schuss liegt und wir schon vieeel zu viele Meilen gelaufen waren, haben wir nur Fotos von weitem gemacht. Mit Kirschblüten im Vordergrund! ;)

Und zu guter letzt sind wir noch zum Washington Monument, von wo aus man einen guten Blick zurück aufs Lincoln Memorial hat:

Dann gings zurück in die Metro, dann ins Auto und direkt im Anschluss zu den besten Freunden von Kathas Gastfamilie, wo ich dann alle aufeinmal kennenlernen sollte. Für die, die es nicht wissen: Katha und ich wollten beide zu der Familie in der Katha jetzt ist. Wir hatten beide mit ihnen gemailt und telefoniert, aber sie haben sich dann letztendlich für Katha entschieden. Ihre Gastmutter hat danach versucht eine Familie in der Nähe für mich zu finden und mir die Familie ihrer besten Freundin vorgeschlagen. Die hörten sich auch absolut toll an. Suuper liebe Emails und Bilder. Zwei kleine Jungs. Sandra (die Mutter) hatte sich damals gerade für einen Job beworben und eigentlich war es relativ sicher, dass sie ihn bekommt, aaaaaber wie das Schicksal es so wollte, hat sie ihn nicht bekommen und brauchte demnach auch kein Au pair mehr. Das ganze hat sich so in die Länger gezogen, dass ich zu dem Zeitpunkt, als sie die Absage bekam, schon mit meiner Family hier gematcht hatte. Ich wollte nicht auf gut Glück warten ob sie den Job bekommt oder nicht und mich dann eventuell nachher ärgern, dass ich so eine tolle Familie, wie die hier, hab sausen lassen. Das war damals eine echt schwere Entscheidung, sag ich euch! Aber ich bin froh dass ich hier bin! Nicht, weil ich Sandra und ihre Familie nicht mag (die sind auch in echt einfach suuper lieb), sondern weil ich hier einfach so glücklich bin.
Also, zurück zu dem was ich eigentlich sagen wollte.
Katha und ich sind also zu denen nach Hause gefahren, weil Kathas Gastfamilie zum Pizzaessen da war und so habe ich dann alle zusammen kennengelernt (außer Kathas host dad). Das war schon ein bisschen überwältigend irgendwie...Ich hatte mit diesen Menschen schon sooo viele Emails geschrieben, aber das war ja nun alles auch schon über ein Jahr her!
Naja, die Aufregung war aber völlig umsonst, denn wie erwartet waren alle einfach toll! Ich hätte mich mit Sicherheit bei dieser Familie und in dem Haus auch wohl gefühlt! Das erste das Sandra sagte: "Hi! Nice to finally meet you! I am so sorry I didnt get the job!" Awwww!! :)
Die Jungs waren auch super süß! Da sagt Sandra zu ihrem Älteren (6): "This is Christina. She could be your au pair now if I had gotten a job last year." Und er darauf: "That would be fine with me." LOL Und der Kleine (2) war auch übelst niedlich! Kletterte ständig an mir hoch. :D
Kathas host mom ist natürlich genau so nett! Hat mich auch erstmal in den Arm genommen. :)
Joa...wir standen dann da so ne gute Stunde bei Pizza und Cola in der Küche und haben uns unterhalten. Also eigentlich hat Sandra die meiste Zeit geredet, aber es war sehr unterhaltsam! Wir haben extra nicht so viel Pizza gegessen, weil wir nämlich später noch zum Abendessen mit Christiane (die kannten wir bis dahin nur durchs Internet) verabredet waren. Sie kommt aus Baden Baden und ist Au pair in Denver, Colorado und wir haben zufällig zur gleichen Zeit jemanden in Washington besucht. Da mussten wir uns natürlich treffen! War auch ein sehr schöner Abend! Es ist immer toll jemanden in echt zu treffen mit dem man fast täglich, oder zumindest mehrmals die Woche im Internet chattet. :)
Chrissys "Chocolate Nachos" - Yummy!
Chrissy, ich und Katha
So. Da ich weiß, dass Katha schon auf heißen Kohlen sitzt, hör ich jetzt mal auf. ^^

Ach ja @General Custer: Nein, ich weiß nicht was das für ein Gebäude auf dem 8 Bild ist. ^^ Tut mir Leid. Aber könntest du mir vielleicht mitteilen mit wem ich es hier zu tun habe? Ich finds super, dass du immer Kommentare schreibst, aber ich wüsste schon auch ganz gern wer du bist.
Wer malt denn neuerdings eigentlich so viele Bilder in mein graphisches Gästebuch?? Bist das auch du, G.C.??
Alright! See ya!
Eure Christina

3 Kommentare:

  1. General Custer14/4/09 15:47

    Ich muss gestehen, dass ich das Gästebuch etwas vollgemalt habe, das sah so leer aus ;)

    Zu mir: Ich denke nicht, dass du mich kennst. Auf diesen Blog bin ich dadurch gestoßen, dass ich gerne Links von Kommentatoren auf anderen Blogs und Blogrolls durchstöbere. Wenn ich meiner Favoritenliste trauen darf, bin ich über das Bestatterwebblog auf die Seite http://www.franziska--unterwegs.blogspot.com/ gekommen bin, wo wiederum dieses Blog verlinkt ist. Und da der Schreibstil ganz angenehm ist, bin ich hier hängen geblieben ;)

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  2. General Custer14/4/09 16:07

    Eins noch: Wenn ich nerve (auch im Gästebuch) sag Bescheid, dann halte ich mich etwas zurück. Auch kein Problem... ;)

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  3. Wir kennen uns auch nich, aber ich bin auch durch Zufall auf deinen Blog gestoßen und lese immer fleißig mit ;)
    Wünsche dir noch alles Gute für die letzten Monate!
    Liebe Grüße aus Deutschland!

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