Okiii dokiiiii! There we go.
So. Dann erzähl ich euch jetzt mal, wie es dazu kam, dass ich es unerwarteter Weise doch noch am Freitag nach Chicago geschafft habe. Also: Ich war um 5 off und hatte erst ein paar Minuten vorher eine Möglichkeit gefunden noch nach Chicago zu kommen. Nämlich mit Amtrak (Zug, etwas teurerere Variante, weil schnell). Gott, ging dann alles drunter und drüber! Ich musste jemanden finden, der mich zu 10 vor 6 zum Bahnhof bringen konnte. Erst hab ich Christina angerufen und deren host mom meinte das würden wir nieeeeeeee schaffen. Wie sie dadrauf gekommen ist weiß ich bis heute nicht. Der Weg dahin dauert 15 Minuten...aber sie meinte irgendwas von wegen Rush Hour uns so. Ja, aber da geht doch der ganze Verkehr RAUS aus der Stadt und nicht REIN und wir wollten ja REIN. ^^ Wie auch immer. Jedenfalls hat mich dann Anne abgeholt und zum Bahnhof gebracht. Ganz spontan. Um kurz nach 5 war sie dann auch da. Ich aber noch nicht fertig. ^^ Musste noch das Zugticket ausdrucken und meine gepackten Sachen holen (hatte ich vorsichtshalber schon vorher gepackt). Gegen 10 nach 5 oder so kamen wir dann auch hier weg. Hab Jim auch gar nicht genau erklären können warum ich jetzt so schnell weg muss, weil ich halt so schnell weg musste. ^^ Klingt logisch, oder? Nur ein schnelles "Bye, see you sunday." musste reichen. Lori war noch nicht mal zu Hause, als ich gegangen bin. Die rief mich dann auf dem Handy an, 5 Minuten, nachdem ich weg war und hat mir ein ganz tolles Wochenende gewünscht. :) In dem ganzen Stress hab ich auch wichtige Sache wie Reiseführer, Adresse des Hotels und meine Jacke vergessen. :D Naja. Wir kamen jedenfalls Gott sei Dank noch pünktlich an, ich bin in den Zug gestiegen und hab erstmal Mama angerufen. Die hatten schon unser Zimmer in Chicago bezogen und warteten jetzt auf mich. Ich sollte anrufen, sobald ich an der U-Bahn Station in der Nähe des Hotels ankomme, damit sie mich abholen konnten. Im Zug hab ich mir dann aber überlegt, dass ich auch genau so gut laufen könnte. War ja noch relativ früh und hell. Die ungefähre Adresse hatte ich im Kopf (also ich wusste West Michigan Avenue) und da ich mir das vorher auch alles auf der Karte aungeschaut hatte, wusste ich ungefähr, wo das Hotel liegen musste. Ich also aus dem Zug raus und ab in Richtung Michigan Avenue...das war doch weiter, als ich es in Erinnerung hatte. ^^ Erstmal auf der Michigan angekommen, wars nicht mehr soo weit. Insgesamt bin ich aber schon so 30 bis 40 Minuten gelaufen. Und nicht allzu langsam. Und dann kam endlich das Hotel in Sicht. Uuuh!!! :) Bin also reingegangen, hab der Empfangsdame gesagt wer ich bin und dass meine Eltern schon eingescheckt haben, sie gab mir die Zimmernummer und ab gings nach oben. Zimmer finden. Tief durchatmen. Klopf, klopf. Mama öffnet. Und da war sie. Haaach! War das schön meine Eltern nach guten 9 Monaten endlich wiederzusehen! :) Sie waren natürlich sehr überrascht, hatten ja schließlich auf nen Anruf von mir gewartet und nicht damit gerechnet, dass ich irgendwann vor ihrer Tür stehen würde. Hab mich dann erstmal aufs Bett geschmissen. ^^ Mir war SO heiß von dem ganzen Gelaufe in der Hitze draussen (es war der bisher heißeste Tag des Jahres mit 27 Grad oder so). Haben dann erstmal ein bisschen geredet und sind später irgendwann nochmal los gegangen um irgendwo essen zu gehen und uns Chicago bei Nacht anzusehen. Das Essen war teuer und grauenvoll, der Rest des Abends dafür umso schöner. I loooove Chicago!
Das erste gemeinsame Foto
Chicago River
Nach der ersten Stärkung haben wir uns dann ein Café gesucht, in dem es nicht nur das typisch amerikanische Frühstück (das ausschließlich aus süßem Gebäck und Kaffee besteht) hatte, sondern auch etwas, das Mama und Papa mochten. ^^ Haben uns dann in ein italienisches Café gesetzt, wo wir uns alle drei ein belegtes "Brötchen" bestellt haben. Ich für meinen Teil habe dann festgestellt, dass ich irgendwie gar nicht mehr auf sowas zum Frühstück stehe. Nach 9 Monaten Cornflakes, Waffeln, Pancakes oder Donuts zum Frühstück, bin ich quasi schon zum Amerikaner mutiert. Jedenfalls in dieser Hinsicht. ^^ Mal sehen, ob sich das in Deutschland wieder ändert...Am nächsten Tag hab ich folglich einen Blueberrymuffin gegessen. Yummy! :)
Frisch gestärkt gings dann auf Tour. Mal hier lang, mal da lang, ohne richtigen Plan, aber immer in Richtung Hancock Center, denn dort wollten wir unbedingt noch hoch, bevor die vorhergesagten Gewitterschauer losbrachen. Auf dem Weg dorthin lief uns der Trump Tower über den Weg, den ich auf Papas Anweisung hin erstmal fotografiert habe (haha, als hätte ich den nicht sowieso fotografiert). ^^ Ist schon stylisch, das Teil, oder? Mama und ich mussten in den kommenden zwei Wochen noch einige Male auf Papa warten, der entweder die Architektur eingehend bewundert oder aber sie vernichtend kritisiert hat ("Ich fass es nicht! Offene Rohre/(Leitungen überall, sowas gäbs bei uns nicht...und überhaupt! Guck dir mal das Gerüst an! Überhaupt nicht gesichert! In Deutschland... bla bla bla" ihr könnt es euch vorstellen). Ich fands aber immer sehr amüsant, vor allem, weil ich mir da vorher noch nie Gedanken drüber gemacht hab, ob das vielleicht komisch ist, dass man in allen Restaurants die Rohre an den Decken sieht, oder so. Ist halt so. Wird dann alles schwarz gestrichen und dann sind die ja quasi auch schon gar nicht mehr da.
Trump Tower

Ein Parkhaus...
Links sas Wrigley Building (ja, von dem Kaugummihersteller)und der Chicago River

Frühliiiiiing!!!!
Mama und Papa in der großen Stadt ;)
Der historische Wasserturm (einst das höchste Gebäude Chicagos)
Nachdem man die Tickets gekauft hatte und bevor man in den Aufzug nach oben stieg, wurde man schnell noch eben vor so ner grünen Wand fotografiert, wo dann später ein Hintergrund einkopiert wird. Joa...wir sehen alle drei reichlich behämmert aus (ich finde besonders Papas Sturmfrisur sehr störend) ;) , aber zu meiner Überraschung hat er das Bild dennoch gekauft. Dieses in groß und dann noch 4 kleine mit verschiedenen Hintergründen drauf. ^^ Hier ist es:
Seeeeeeehr geiler Ausblick von da oben! Definitiv besser als vom Sears Tower aus! Da werd ich auch definitiv mit Katha hochgehen, wenn sie mich in 1,5 Wochen besuchen kommt. :) Hier ein paar Bilder, damit ihr euch einen Eindruck davon machen könnt:Ja, Chicago hat auch Strände!
Diese zwei in den See reinragenden Zipfel sind eine Kläranlage (links) und der berühmte "Navy Pier"
Gaaanz unten sieht man den historischen Wasserturm...das ehemals höchste Gebäude der Stadt...vor langer, langer Zeit.
Das hat Stil, oder? Im 94. Stock sitzen, auf Chicago blicken und Kaffee trinken.
Noch während wir da oben waren (aber nachdem wir unsere Audio Touren abgeschlossen und uns alles genau angesehen hatten, wurde es seehr dunkel und es fing an zu schütten. Perfektes Timing würd ich sagen. Denn von einer Minute auf die andere sah man nix mehr von Chicago. Alles unter einer dicken grauen Wolkendecke verschwunden. Ok, haben wir uns gedacht, dann bleiben wir halt noch ein bisschen sitzen. Insgesamt waren wir über 2 Stunden da oben. Aber da lässts sichs ja auch gut aushalten. Wären wir auf dem Sears Tower gewesen, wär das schwieriger geworden, denn da gibts kein Kaffee auf dem Observation Deck. :) Noch ein Pluspunkt fürs Hancock Center.
Well...irgendwann haben wir uns dann aber doch wieder runtergetraut. Fürs erste sahs so aus, als ob es sich ausgeregnet hatte. Wir haben uns also zu Fuß in Richtung Navy Pier aufgemacht, wo wir auch noch trocken ankamen, aaaaber dann! Kaum 100 Meter den Pier runtergelaufen fings wieder an zu regnen. ^^ Vorher hab ich noch diese Fotos machen können:
Der nächste Tag startete schon total verregnet und wir haben die letzten noch verbliebenen Sehenswürdigkeiten in den Pausen gemacht, bzw. wenn es nur ganz leicht geregnet hat. Das heißt, bevor wir irgendwas in Richtung Sight Seeing gemacht haben, haben Papa und ich uns erstmal vor den PC des Hotels gesetzt und im Internet nach Mietwagen geguckt. Haben auch eine Autovermietung nur 2 Blogs entfernt gefunden, die ganz gute Angebote hatte. Also sind wir auf gut Glück einfach mal dahin marschiert. Der gute Mann hatte sogar ein Auto für uns und es war gar nicht mal so teuer. Haben also das Auto gemietet, es dann in der Nähe des Hotels auf einem Parkplatz abgestellt, unsere Koffer geholt und reingepackt (vorher natürlich aus dem Hotel ausgecheckt) und dann gings endlich frühstücken. Nachdem nun also auch die "Wie kommen wir überhaupt nach Milwaukee-Frage" erledigt hatte, konnten wir uns dann in aller Ruhe dem Sight Seeing widmen.
Millenium Park
Die Bohne
Selbsportrait in der Bohne
Naja, wir sind auf jeden Fall dann erstmal bis ganz ans Ende des Campus zum Planetarium gelaufen, haben da ein paar schöne Fotos mit der Skyline im Hingtergrund gemacht und sind dann wieder zurück, um ins Naturkundemuseum zu gehen.
T-Rex
Nach Ägypten haben wir uns eine Ausstellung zu den Indianern in der Gegend der großen Sehen angeguckt. War jetzt nicht so spannend. Man hat da 10 mio Indianerstämme vorgestellt bekommen und irgendwie sah das alles so gleich aus. Vielleicht sollte ich mein "ich guck mir generell total gerne irgendwelche Überbleibsel aus der Vergangenheit an. Egal welcher Kultur und egal aus welcher Epoche"- Statement revidieren und es etwas genauer eingrenzen. Auf europäische und ägyptische Geschichte, denn weder die Indianer, noch die Asiaten, oder den Rest der Afrikaner finde ich besonders spannend. ;) Wie auch immer. Den ersten Teil haben wir uns noch einigermaßen genau angeguckt, aber das hörte und hörte einfach nicht auf und durch den Rest sind wir einfach durchmaschiert. War auch schon spät genug und wir mussten ja noch nach Milwaukee fahren.
Das ging irgendwie dann aber schneller, als wir gedacht hatten, denn wir waren so gegen 5 schon da. Kaum fuhr man in die Milwaukee Gegend rein, brach die reinste Sturmflut los. Man konnte NICHTS sehen vor lauter Regen. Bäh!
Anstatt also sofort zu mir nach Hause zu fahren (weil ich hatte Lori gesagt wir kämen nach dem Abendessen und nicht davor), sind wir zu Applebees und haben noch was gegessen. Und so haben Mama und Papa schon am ersten Abend eins meiner Lieblingsrestaurants kennengelernt. Auch wenn Papa das Steak zu klein war. ;)
Wir wir dann von meiner Family in Empfang genommen wurden, erzähl ich beim nächsten Mal. Hab keine Lust mehr. ^^
To be continued...
Ach und @ General Custer: Nein, das ist keine digitale Spiegelreflex. Schön wärs. ^^ Das ist eine schon etwas ältere Kamera von der Marke Lumix. Nix ausgefallenes. Hab ich mir von meiner Host mom ausgeliehen, weil die nen besseren Eindruck macht als meine stinknormale Mini-Digicam. Bei meinen beiden anderen Fotografiekursen wurde ich damit nämlich immer blöd angeguckt. Dabei kann man damit auch echt gute Bilder machen. ^^
Hach, dein Chicagobericht ist so schoen und ich will so gerne nochmal zurueck ;)(Naja vielleicht ergibt's sich ja;))
AntwortenLöschenDas Hancockcenter fand ich auch viel toller als den Searstower! War eine gute Entscheidung da hoch zu gehen :)
Lieben Gruss und war nett dich mal in echt kennengelernt zu haben :)))
Jasmin
Du hast den wichtigsten Pluspunkt beim Hancock-Tower vergessen!! David Schwimmer!! :-D
AntwortenLöschenUnd ich war immer noch nicht aufm Navy Pier.. Im nächsten Leben.
Beim Fotografieren kommt es sowieso hauptsächlich auf's Auge an, die Ausrüstung ist "nur" Komfort und zur besseren Umsetzung der Ideen. Und einen guten Blick scheinst du zu haben, es sind wieder einige gute Fotos dabei. Die beleuchteten Navy-Pier-Fotos sind toll (Was auch daran liegen kann, dass ich generell auf Nacht-/Beleuchtungsfotos stehe, die begeistern mich irgendwie immer ;)) und das Foto mit dem historischen Wasserturm vom Hancock-Tower gefällt :D
AntwortenLöschenIch vermisse allerdings ein Foto der Buckingham Fountain, die hätte mit Sicherheit Abends ein super Motiv abgegeben. Wasser in Bewegung und Beleuchtung sind perfekt für Fotospielereien, fast so toll wie Sonne und spiegelnde Oberflächen ;)