Freitag, 23. Juli 2010

18. und 19. 07. --> One last time Chicago

Herzlich Willkommen zurück. ^^

Bevor ich zu meinem siebten und letzten Besuch in Chicago komme, mal eben kurz zum Samstag davor. Da war ich nämlich mit Anne schön frühstücken bei Baker´s Square. Hätten wir den Laden mal schon früher entdeckt...soooo lecker da. Die Pancakes...YUMMY! Wie auch immer. Nach dem Frühstück ist Anne mit zu mir und wir haben mal wieder ne Runde gescrapbooked.
Abends kam dann Ina. Sie wollte auch mit nach Chicago und hat bei mir übernachtet, damit sie nicht am nächsten Morgen schon ganz früh von ihren Gasteltern gebracht werden muss. Einen Führerschein hatte sie nämlich noch nicht.

Am Sonntag Morgen gings dann los. Anne, Ina, Ina aus Südafrika und ich machten uns auf den Weg zum Bahnhof nach Kenosha. Dort ließen wir wie immer das Auto stehen und nahmen den Zug nach Chicago.

Viel zu früh morgens...
Wir machten die übliche Touri-Tour, da es für die beiden Inas ja das erste Mal in Chicago war. Es standen also mal wieder auf dem Programm: Die Bohne, Millennium Park, Magnificent Mile und das Hancock Observatory. Für mich kam sogar noch eine neue Sehenswürdigkeit dazu, zu der ich es bisher noch nie geschafft hatte. Buckingham Fountain. Ein riesiger Brunnen, dessen stündliche Wasserspiele berühmt sind. Dazu aber später.
Wie immer, führte es uns zu aller erst in den Millennium Park , wo wir uns, ebefalls wie immer, recht lange an der Bohne aufhielten und viele viele Fotos machten. Das Teil ist auch einfach immer wieder total faszinierend. Danach gingen wir ein bisschen durch den Park und machten auch kurz halt an den Crown Fountains. Zwei 15m hohe Säulen aus Glasbausteinen, auf die die Gesichter von diversen Bürgern Chicagos projeziert werden, die Wasserfontänen in den Pool zwischen den Säulen spucken. Schon recht beeindruckend. Kann man stundenlang zuschauen.

Im Millennium Park

Anne und ich vor der Bohne, oder "Cloud Gate" wie es richtig heißt

Das Teil könnte aber ruhig mal wieder poliert werden. ^^

Ina

Crown Fountain

Zwischen dem ganzen Rumgerenne von einer Sehenswürdigkeit zur Nächsten, brauchten wir natürlich auch mal irgendwo ne Pause. Und die haben wir in einem kleinen, schnuckeligen Park gemacht, den Anne uns gezeigt hat. War echt schön dort, eine kleine Ruheoase mitten in der City. Ein paar Bilder:

Wie die Ente dahin kam, haben wir uns auch gefragt...so mitten in der Stadt. ^^ Aber sie fühlte sich offensichtlich wohl.

Ina, Ina, Anne und ich
Nachdem wir unsere Füße ein wenig ausgeruht hatten, gings dann weiter zum Buckingham Fountain. Den Brunnen wollte ich echt schon das ganze Jahr mal sehen, aber irgendwie haben wirs nie so weit geschafft, da er sich nicht direkt im Touristenballungszentrum befindet. Hier ist er:
Während Ina und Ina aufs Obersvation Deck des Hancock Towers fuhren und den sagenhaften Ausblick von dort oben genossen, sind Anne und ich ein wenig spazieren gegangen. Wir wollten keine $12 ausgeben für den Tower, schließlich waren wir beide schon mehr als einmal da oben gewesen. Wir sind also stattdessen mal eine Straße entlang gegangen, die wir noch nie ausgekundschaftet hatten und fanden einen niedlichen kleinen Innenhof mit Pavillion und Bänken. Dort ließen wir uns für ne halbe Stunde oder so nieder, redeten über Gott und die Welt und genossen die letzten Minuten in dieser unglaublichen Stadt. Nach einer Weile begaben wir uns zurück zum Hancock Observatory und nahmen dort die beiden Inas in Empfang. Danach gings dann direkt zum Bahnhof. Und dann fing das Abenteuer erst richtig an.
Wir kamen an der Union Station an und wollten in den Zug steigen, der eigentlich stündlich nach kenosha fährt. Naja, zumindest an Wochentagen und Samstagen. Wie wir jedoch herausfinden mussten, nicht an Sonntagen. Wir hatten den allerletzten Zug nach Kenosha um eine Stunde verpasst. Da standen wir also nun und wussten nicht was wir tun sollten. Schließlich stand mein Auto in Kenosha. Einfach nen Bus nehmen oder einen Zug direkt nach Milwaukee ging also auch nicht. Nach einigem hin-und hergerenne und mehrmaligem Nachfragen fanden wir dann heraus, dass es einen Zug gibt, der die gleiche Linie fährt wie der nach Kenosha, nur dass er 3 Stops vorher endet. Tja, dachten wir uns, das wird wohl unsere einzige Möglichkeit sein. Dummerweise hatten wir aber noch ne Menge Zeit bis der Zug fuhr, also gingen wir noch was essen. Ich weiß nicht mehr genau wie lange wir warten mussten, aber es war lange. ^^
Irgendwann war es dann Zeit und wir begaben uns zum Zug, den wir sogar tatsächlich noch erwischten. ;) In Waukegan war unsere Reise allerdings schon zu Ende, wir stiegen aus und nahmen uns einfach kurzerhand ein Taxi. Natürlich erst, nachdem wir gefragt hatten wie viel es bis nach Kenosha kosten würde. Es waren $40 und damit für uns vier völlig okay. Jeder konnte so gerade noch $10 opfern und wir kamen Stuuunden später als geplant endlich in Kenosha an. Die Taxifahrt war ausgesprochen witzig, wir hatten einen total coolen Fahrer. Ich glaube er kam aus Pakistan oder sowas. Er hat jahrelang in Kanada gewohnt und war nun seit vielen Jahren schon in den Staaten. Wir unterhielten uns echt gut mit ihm. Er erzählte uns von sich und seiner Familie und wir erzählten von uns. Von Au pairs hatte er, wie die meisten, noch nie gehört, fand die Idee, ebenfalls wie die meisten, aber sehr interessant. Wir haben ihm auch von unseren Reiseplänen erzählt und er gab uns sogar Tipps zu bestimmten Orten in denen er schon war. Es war im Nachhinein also gar nicht so tragisch, dass wir den zug verpasst hatten. ;)

Der Tag in meiner persönlichen amerikanischen Lieblingsstadt war toll, just like always und die Heimreise war abenteuerlich, aber ebenfalls toll. Definitiv ein Erlebnis. ^^

Zu guter letzt nochmal ein Bild von mir an einer meiner Lieblingsstellen in Chicago. Von dieser Brücke aus hat man einfach einen tollen Blick auf ein paar der schönsten Gebäude der Stadt:
Ich vermisse Chicago, das bunte Treiben dort, die vielen verschiedenen Nationen und Sprachen, die tolle Atmosphäre, die schönen Gebäude, die Aussicht auf den Lake Michigan...ich hoffe so sehr, dass ich das alles bald wiedersehen werde. Falls ich jemals in die USA ziehen sollte, und ich halte das für nicht sehr unwahrscheinlich, dann nach Chicago!

Eure Christina

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